Das Nachmessen einer fertigen Automatikuhr
kann mit diesem Verfahren folgendermaßen vorgenommen werden: Das Drehmoment am Federhaus
und die Anzahl der Umdrehungen des Federhauses pro Zeiteinheit sind durch den Unruhschwinger und
das Räderwerk festgelegt und daher bekannt. Das Untersetzungsverhältnis des Reduziergetriebes ist
ebenfalls bekannt.
Gemessen wird nun der Wirkungsgrad des Reduziergetriebes und die Rotorenergie bei einer halben
Rotorumdrehung.
Man legt die kleinste Anzahl Lageänderungen und damit die Anzahl der Rotorumdrehungen pro
Zeiteinheit fest, bei der der Automatikaufzug gerade noch eine gegebene Stundenzahl Gangreserve
erzeugen muß. Daraus läßt sich errechnen, welches Drehmoment und welche Energie durch die
Rotormasse erzeugt werden muß. Der automatische Aufzug sollte so ausgelegt werden, daß der Rotor für
den ruhigsten Träger der Uhr dimensioniert wird. Der Rotor sollte aber abnehmbare Gewichte tragen, die
der Uhrmacher je nach Temperament des Trägers entfernen kann.
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