GEORG ROTHER, UHRMACHERMEISTER , Neue Uhrmacher Zeitung Ulm 19. Jahrgang 5/65 , S.12f
Automatic-Uhren auf dem Vormarsch
Zur Reparaturarbeit an der Automati
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in der Werkstatt wäre ohne Zweifel noch das eine oder andere zu sagen. Hier alle Systeme und Kaliber
aufzuzählen, oder gar zu besprechen, würde jedoch viel zu weit führen. Doch betrachten wir nur einmal
hier die einzelnen Schwingmassenanordnungen, wie sie die Abb. 1 bis 8 vorstellen.
Abb. 1:
Pendelschwingmasse, nur
eine Aufzugsrichtung -
nur noch wenig im
Umlauf
Abb. 2:
Rotorschwingmasse mit
mehreren Arten der
Verriegelung
Abb. 3:
Rotorschwingmasse mit Schraubenachse, von
unten einschraubbar
Abb. 4:
Rotorschwingmasse mit Kugellager wie bei ETERNA
Abb. 5:
Rotorschwingmasse mit Exzenter, besonders bei
OTERO und IWC zu finden
Abb. 6:
Rotorschwingmasse mit Achsengesperr
Abb. 7:
Ringrotor sehr wenig im Umlauf
Abb. 8:
Planetenrotor vielversprechend für die Zukunft, da flachste
Ausführung und separate Aufzugsanordnung (Universal
sowie Buren)
Ein Punkt sei an dieser Stelle jedoch hervorgehoben, der
für die Uhrenindustrie von besonderem Interesse ist:
Alle Rotorschwingmassen (außer dem Planetenrotor)
weisen durch ihre große “Ausladung" am größten
Durchmesser ein gewisses Spiel auf (siehe Abb. 9). Nun
kommt es vor, daß dieses Höhenspiel nach längerer Zeit
größer wird und der Rotor daher mit dem
nächstliegenden Uhrenteil kollidiert. Die Spuren dieser
Kollision sind dann leider markant sichtbar, denn
entweder zeigt die Oberseite des Rotors Abschleifstellen,
oder es findet sich feinster Staub auf den Werkteilen.
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Abb. 9